apm International
Newsletter Q1/2026
15 Jahre Erfahrung │ 46 Standorte │ 6.000 Auszubildende │ 3.500 Teilnehmende │⭐⭐⭐⭐⭐ 4,8 Sterne Zufriedenheit
Internationale Auszubildende für die Pflege:
apm International erweitert Kooperation nach Kenia
🎤-Ein Interview mit Rose Komarek-
im Rahmen unseres Programms „Internationale Auszubildende“ unterstützt apm International Pflegeeinrichtungen dabei, motivierte Auszubildende aus verschiedenen Ländern zu gewinnen – sicher, organisiert und transparent. Neben erfolgreichen Kooperationen in Ländern wie Iran, Indien, Marokko und Vietnam freuen wir uns, nun auch Kenia als Partnerland in unser Netzwerk aufzunehmen.
Im folgenden Interview gibt Rose Komarek, Geschäftsführerin der African Experts Vermittlungsagentur UG, spannende Einblicke in ihre Arbeit, ihre Motivation und den Prozess der Rekrutierung und Betreuung internationaler Auszubildender aus Kenia für den Pflegebereich in Deutschland.
- apm International: Frau Komarek, was hat Sie dazu bewegt, eine Vermittlungsagentur zu gründen?
🎤Rose Komarek: Ich komme ursprünglich aus Kenia und lebe seit 16 Jahren in Deutschland. Mein eigener Weg begann als Au-pair, doch mein Traum war es immer, in der Pflege zu arbeiten. In Kenia ist dieser Beruf nur über ein teures Studium zugänglich, und viele junge Menschen haben Schwierigkeiten, eine Universitätszulassung zu erhalten. Selbst Absolventen kämpfen oft mit der Jobsuche, da es nur begrenzte Stellen gibt und die Konkurrenz sehr hoch ist – ganz anders als in Deutschland, wo der Fachkräftemangel groß ist.
Während meiner Zeit als Au-pair konnte ich meine Deutschkenntnisse vertiefen und absolvierte später eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin in Deutschland. Nach meinem Abschluss gründete ich ein Netzwerk für junge Menschen aus Kenia, die denselben Traum hatten wie ich damals – eine Pflegeausbildung in Deutschland zu beginnen. Die hohe Nachfrage und das große Interesse haben mir gezeigt, wie dringend eine strukturierte Unterstützung benötigt wird. So entstand gemeinsam mit meinem Mann Peter Komarek die Idee, eine professionelle Vermittlungsagentur zu gründen, um talentierte und motivierte junge Menschen auf ihrem Weg in die deutsche Pflegebranche bestmöglich zu begleiten.
- apm International: Wie funktioniert Ihr Rekrutierungsprozess in Kenia?
🎤Rose Komarek: Wir erhalten täglich Bewerbungen von Auszubildenden. Nach einer ersten Sichtung der Unterlagen führen wir Online-Vorstellungsgespräche, um die Motivation der Bewerber zu prüfen, ihre Eignung zu bewerten und ihre Deutschkenntnisse zu testen. Sprachkenntnisse sind essenziell, nicht nur für die Ausbildung, sondern auch für eine erfolgreiche Integration in Deutschland. Alle Bewerber verfügen über mindestens B1- oder B2-Niveau.
Sobald die Bewerber die Grundvoraussetzungen erfüllen, meldet apm International den Bedarf eines Kooperationspartners. Daraufhin organisieren wir Online-Vorstellungsgespräche zwischen den Kandidaten und den Einrichtungen. Stimmen alle drei Parteien zu, begleiten wir die Visumbeantragung und den gesamten Prozess bis zur Ankunft in Deutschland.
- apm International: Wie unterstützen Sie die Auszubildendenach ihrer Ankunft in Deutschland?
🎤Rose Komarek: Unsere Unterstützung geht weit über die Vermittlung hinaus. Wir begleiten die Auszubildendedurch alle notwendigen bürokratischen Prozesse, darunter die Beantragung der Aufenthaltsgenehmigung, die Anmeldung bei den Behörden, die Eröffnung von Bankkonten, die Beantragung einer Steuernummer und die Anerkennung ihrer Schulzeugnisse.
Doch unser Engagement endet nicht mit der Ankunft. Wir bleiben während der gesamten Ausbildungszeit als verlässlicher Ansprechpartner sowohl für die Azubis als auch für die Einrichtungen an ihrer Seite. Ob es um Fragen, Herausforderungen oder individuelle Unterstützung geht – wir stehen mit Rat und Tat zur Seite, um eine erfolgreiche Integration und einen reibungslosen Ausbildungsablauf zu gewährleisten.
- apm International: Welche Herausforderungen gibt es für die Auszubildendein Deutschland?
🎤Rose Komarek: Die größte Herausforderung für viele ist der Kulturschock. Es beginnt mit dem Klima – von den warmen Temperaturen Kenias in deutsche Winter zu wechseln, kann eine große Umstellung sein. Doch noch größer sind die Unterschiede im Alltag: die Bürokratie mit ihren vielen Formularen und Anträgen, eine direkte und oft sachliche Kommunikationsweise, die für viele zunächst ungewohnt ist. Auch kleine Gewohnheiten sorgen manchmal für Überraschungen – zum Beispiel, dass Geschäfte sonntags geschlossen sind oder dass Recycling in Deutschland sehr strikt gehandhabt wird.
Um diesen Übergang zu erleichtern, setzen wir auf eine umfassende Vorbereitung – sowohl vor der Ausreise als auch nach der Ankunft. Unser Preboarding-Programm hilft den Kandidaten, sich mental und praktisch auf die Veränderungen einzustellen. Dadurch können sie sich schneller integrieren und fühlen sich sicherer in ihrem neuen Umfeld.
- apm International: Haben Sie Tipps für Pflegeeinrichtungen, die mit internationalen Auszubildenden arbeiten oder arbeiten wollen?
🎤Rose Komarek Absolut! Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit liegt in Offenheit und Neugier gegenüber der Herkunftskultur der Azubis. Viele Missverständnisse entstehen nicht aus böser Absicht, sondern einfach aus Unwissenheit. Wer sich mit den kulturellen Hintergründen seiner Auszubildenden auseinandersetzt, schafft eine wertschätzende und integrative Arbeitsatmosphäre. Gleichzeitig ist es wichtig zu verstehen, dass Integration ein gegenseitiger Prozess ist. Niemand muss perfekt vorbereitet sein – es geht darum, sich zu trauen, Neues zu lernen und offen aufeinander zuzugehen. Um diesen Prozess zu unterstützen, bieten wir interkulturelle Schulungen für Einrichtungen an. Dabei vermitteln wir nicht nur Wissen über kulturelle Unterschiede, sondern auch praxisnahe Strategien, um eine harmonische Zusammenarbeit zu fördern. Am Ende profitieren alle Beteiligten – die Auszubildenden fühlen sich schneller wohl, und die Pflegeeinrichtungen gewinnen engagierte Fachkräfte, die langfristig eine Bereicherung für das Team sind. Eine Win-Win-Situation, die wir mit Begeisterung begleiten!
🤝🏽apm International: Vielen Dank für das Gespräch, Frau Komarek! Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und darauf, Auszubildende aus Kenia an unsere Kooperationspartner zu vermitteln!